Neuer Landesvorstand gewählt und Bevölkerungsschutz im Fokus
Das Arbeiter-Samariter-Bund in Sachsen hat einen neuen Landesvorsitzenden. Die Delegierten der Regional-, Kreis- und Ortsverbände wählten am Samstag (29.06.2026) in Dresden Udo Singer zum neuen Vorsitzenden des Landesvorstandes. Den langjährigen Landesvorsitzenden Dr. Matthias Czech benannten die Teilnehmenden zum Präsidenten des Landesverbandes. Zuvor hatte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein in seinem Grußwort den Wert von Solidarität, Mitmenschlichkeit und Demokratie betont. Sachsens Staatsminister des Inneren, Armin Schuster, hob in seinem Impulsvortrag die zentrale Rolle der Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen für die Sicherheit und sozialen Zusammenhalt im Freistaat hervor.
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Wechsel an der Spitze des Landesverbandes Sachsen des ASB: Mit persönlichen Worten hat sich Dr. Matthias Czech im Rahmen der Landeskonferenz vom Landesvorsitz verabschiedet und das Amt an seinen Nachfolger Udo Singer übergeben. „Wir haben gemeinsam viel geschafft. Mich macht das Erreichte sehr stolz“, sagte der 69-jährige Mediziner, der den Landesvorsitz 2007 übernommen hatte und zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes zählt. „Die Verbindung verantwortlicher beruflicher Tätigkeit und diesem herausfordernden Ehrenamt wäre so ohne die Unterstützung meiner Familie nicht möglich gewesen, vielen Dank hierfür.“
In seiner Laudatio würdigte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein das Wirken Dr. Czechs. Er hob insbesondere dessen Rolle bei der Gründung und erfolgreichen Entwicklung des Ortsverbandes Neustadt/Sachsen sowie sein Engagement für das Loyola Gymnasium in Prizren/Kosovo hervor. „Du hast Menschen miteinander verbunden und stets Perspektiven für den ASB entwickelt. Wir haben im Bundesverband deine Erfahrung und deinen Rat geschätzt. Vielen Dank für über drei Jahrzehnte herausragenden Einsatz, deine Spuren werden bleiben“, so Fleckenstein. Er drückte zudem seine Freude darüber aus, dass Dr. Czech dem ASB weiterhin als Präsident des Landesverbandes Sachsen verbunden bleiben wird.
Wahl des Landesvorstandes
Im Rahmen der aller vier Jahre stattfindenden Landeskonferenz blickten der Landesvorstand, die Landesjugend und die Landeskontrollkommission auf die zu Ende gegangene Legislatur zurück. Neben den Neuwahlen standen Satzungsänderungen auf der Tagesordnung.
Der neue Landesvorsitzende Udo Singer dankte den Delegierten nach seiner Wahl für deren Vertrauen. Sein Anliegen sei, eine starke Stimme für die rund 5.700 Mitarbeitenden, etwa 1.000 Ehrenamtlichen und die mehr als 71.500 Mitglieder im ASB Sachsen zu sein.
Den neuen Landesvorstand bilden:
- Udo Singer (Landesvorsitzender)
- Stefanie Scheibe-Mimus (stellv. Landesvorsitzende)
- Hendrik Hupfer (stellv. Landesvorsitzender)
- Jörg Roller
- Dr. Hauke Haensel
- Matthias Friedrich
- Tobias Riedel
- Marco Niedenführ (Landesjugendleiter der Arbeiter-Samariter-Jugend Sachsen)
Die Landeskontrollkommission bilden:
- Dirk Schlegel
- Sandra Morlock
Bevölkerungsschutz stärken: Staatsminister zu Gast auf der Landeskonferenz
In seinem Impulsvortrag dankte Sachsens Staatsminister des Inneren, Armin Schuster, allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten im ASB, die Verantwortung übernehmen und für andere da sind. „Sie sind oft da, wenn Hilfe am dringendsten gebraucht wird“, so der Staatsminister. „Die Samariterinnen und Samariter leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft – ob im Rettungsdienst, Katastrophenschutz oder in der sozialen Arbeit.“ Der Innenminister bezeichnete den ASB als verlässlichen Partner, auf den man bauen könne – bei Fluten, in Pandemien oder im täglichen Einsatz. „Sie sind ein Fels gegen schlechte Stimmung im Land. Ich bin froh, dass Sie da sein!“
Schuster unterstrich ferner die Notwendigkeit, den Bevölkerungsschutz weiterzuentwickeln. Hierzu gehöre eine Reform der Notfallversorgung, die Stärkung der Strukturen von Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Förderung des Ehrenamtes. „Wir müssen unsere Krisenvorsorge resilienter machen, hybride Bedrohungslagen denken und Strukturen auch finanziell stärken, die allzu lang vergessen worden“, sagte Schuster. Hier sehe er insbesondere den Bund in der Pflicht.
