Katastrophenschutz

ASB-Sachsen: Notfalltraining für Medizinstudierende

Dresden, 29. Januar 2021 – Ein Höhepunkt für Medizinstudierende der Universität Leipzig sind zweifelsfrei die simulierten Großeinsätze zur Menschenrettung. Sie konnten auch dieses Jahr stattfinden: Der ASB Sachsen produzierte für die 350 angehenden Ärzte und Ärztinnen neun Filme, die lebensrettende Maßnahmen realitätsnah darstellen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Sachsen (ASB) trainiert auch in diesem Jahr Medizinstudenten im siebten Fachsemester in der Notfallmedizin – auf digitalem Wege: Von der Immobilisation über Rettungstaktik bis hin zum Katastropheneinsatz zeigen NotfallsanitäterInnen in neun kurzweiligen Filmen, wie Rettungseinsätze in der Praxis ablaufen. Damit vermitteln sie den angehenden MedizinerInnen prüfungsrelevantes Wissen.

Vor laufender Kamera seilten sich in diesem Jahr also die Kollegen der Feuerwehr von einem 12 Meter hohen Hallendach ab, um eine verletzte Person zu retten. Ein weiterer Film zeigte die Erstversorgung eingeklemmter Verletzter in einem Pkw. Zudem bekamen die Studierenden wichtige Informationen über die Abläufe bei Rettungseinsätzen, über den Umgang mit spezieller Rettungstechnik sowie zur medizinischen Ausstattung eines Rettungsfahrzeuges vermittelt. Ein Themenblock beschäftigte sich mit Immobilisationstechnik. Fast filmreif waren die Szenen der geschminkten Verletzten nach einer fiktiven Bombenexplosion mit wirklichkeitsnahen Befindlichkeitsdarstellungen.

„Normalerweise erlernen die Studierenden die technische Menschenrettung bei den praxisorientierten Workshops hautnah. Sie können sich an den verschiedenen Stationen ausprobieren oder selbst die Rolle der Patienten einnehmen:  Filme waren, unter Corona-Bedingungen in diesem Jahr, die einzige Möglichkeit, die Inhalte so realitätsnah wie möglich vorzustellen, sodass das notfallmedizinische Training vom Schreibtisch aus erlebt werden kann“, so Albrecht Scheuermann, Referatsleiter für Katastrophenschutz beim ASB Landesverband Sachsen e.V. Er begleitet die Studierenden auch als Dozent, mit der Einführungsvorlesung zum Notfalltraining. Im Fokus steht in diesem Jahr das Thema Massenanfall von Verletzten (MANV); auch bei den Referenten der Feuerwehr -, der Universität - und der Polizeidirektion Leipzig.

Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Leipzig, der Johanniter Unfallhilfe und der Feuerwehr Leipzig organisiert der ASB Sachsen die Großübung seit nunmehr 16 Jahren. Das Notfalltraining orientiert sich permanent an aktuellen Entwicklungen in der Notfallmedizin, hat sich als sinnvolle Ergänzung des Medizinstudiums etabliert und gewinnt von Jahr zu Jahr an immer größerer Beliebtheit bei den Studierenden.

 Der ASB Sachsen und alle Partner wünschen den Studierenden bei der anschließenden Prüfung viel Erfolg!