Sachsen braucht eine verbindliche Reform der Kita-Finanzierung
Es ging am Mittwoch, dem 24. Jun 2026 heiß her vor dem Sächsischen Landtag in Dresden. Und das lag nicht nur an den hochsommerlichen Temperaturen. Über 300 Vertreter:innen von Kita-Trägern, Einrichtungen und Elternvertretungen kamen zur Kundgebung des Bündnisses KITAS RETTEN!, um zeitgleich zur Plenarsitzung erneut eine verbindliche Reform der Finanzierung des Kita-Systems im Freistaat zu fordern.
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Der ASB war mit rund 50 pädagogischen Fach- und Leitungskräften des ASB Dresden & Kamenz, des ASB OV Neustadt/Sachsen und des ASB OV Königstein/Pirna sowie mit einem Team des Landesverbandes vor Ort, um den Anliegen Nachdruck zu verleihen.
Gemeinsam mit den Bündnisakteuren unterstreicht der ASB in Sachsen:
- Die sinkenden Kinderzahlen dürfen nicht zum weiteren Rückbau der Kita-Strukturen in Sachsen führen. Wir brauchen ein gesellschaftliches Zeichen, dass junge Familien mit ihren Kindern willkommen sind.
- Die sinkenden Kinderzahlen sollten als Chance genutzt werden, die Kita-Qualität weiter zu stärken, indem der Betreuungsschlüssel und somit die Betreuungssituation verbessert werden. Das entlastet zudem die Mitarbeitenden.
- Die Träger müssen finanziell in die Lage versetzt werden, pädagogische Fachkräfte in den Einrichtungen zu halten. Fachkräfte dürfen nicht verloren gehen!
Für unseren Spitzenverband, den Paritätischen Sachsen, führte Landesgeschäftsführer Michael Richter aus: „Finanzminister Christian Piwarz hat jährlich 90 Millionen Euro für Kita-Betriebskosten angekündigt. Das klingt gut, wird den Kitas aber nicht helfen, wenn das Geld wie geplant direkt an die Kommunen fließt und diese im Gegenzug genau dieselbe Summe an eigenen Mitteln einsparen können. Das wäre ein Null-Summen-Spiel für die Kitas mit drastischen Folgen. Das Sächsische Kitagesetz muss deshalb so angepasst werden, dass zusätzliches Geld in den Kitas Wirkung entfaltet.“
Unser Landesgeschäftsführer Matz Mattern ergänzte anlässlich der Kundgebung die Bedeutsamkeit der Kita-Infrastruktur für die Wirtschaft in Sachsen: „Ohne stabile Betreuungsstrukturen sind junge Eltern gezwungen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Ihr Wissen, Knowhow und Arbeitskraft fehlt dann in den Unternehmen – und natürlich auch in den Einrichtungen und Diensten des ASB.“
